männliche B-Jgd.: Erfolgreiche Turnierteilnahme bei Molitor Cup

männliche B-Jgd.: Erfolgreiche Turnierteilnahme

B-Jugend Handballer holen den Molitor Cup nach Erkelenz

Am Samstag, den 2. September ging’s nach Solingen zum Turnier.

Der Molitor Cup wurde vom WMTV Solingen in Kooperation mit dem Schiedsrichterteam des Bergischen Handballkreises ausgerichtet. Eine gute Idee, weil dieses Turnier gleichzeitig als Prüfung für „Neuschiedsrichter“ diente.  Die Spiele liefen über 2x 10min.

Unserem Team fehlte an dem Wochenende gleich 3 Spieler, eine Situation, die aber auch während der kommenden Meisterschaft mal auftreten kann. Also das Beste draus machen.

Wir mussten im Eröffnungsspiel gegen Mettman Sport antreten. Eine starke Truppe. Der Plan, unserer Deckung während des Turniers neu zu formieren und zu testen, wurde nach der desaströsen Leistung bei der Saisoneröffnung nicht umgesetzt. Das war gut so. Bis zum 3:3 konnte Mettman noch mithalten,  4 Toren von uns in Folge und eine immer besser spielende, kommunizierende und kämpfende Deckung sorgten für die Vorentscheidung. Endergebnis ETV-Mettman 12:8

Zweites Spiel gegen TSV Hochdahl. Im ersten Spiel gegen Mettman ließ Trainer Bernd Enzenauer das Team unverändert, ohne Auswechslungen durchspielen. Gegen Hochdahl wurde gewechselt, und nach kurzer Eingewöhnung stand die vermeintlich schwächere Truppe wie eine Betonmauer in der Deckung. Das war echt klasse, was die Jungs da ablieferten. Dafür klappte es im Angriff nicht so richtig, Wir lagen dann auch 3:1 zurück, aber wir wären nicht „ein Team“, wenn wir das nicht rumreißen könnten. So war es dann auch. Die Abwehr stand und ließ in den zweiten 10 Minuten keinen Treffer mehr zu. Über 3:3 kamen wir zum zweiten Sieg mit 6:3

Drittes Spiel gegen die HSG Eller. Da waren wohl einige Spieler in Gedanken schon auf der Heimfahrt. Nach einer 2:0 Führung lief Nichts mehr. Keines der Teams lag danach mit mehr als einem Tor vor. Meist rannten wir einem Tor hinterher. Am Ende stand es verdient 7:7

Nun hing Alles vom Ausgang unseres letzten Spiels ab. Mettman war nur einen Punkt hinter uns auf dem 2. Platz, und wir konnten davon ausgehen, dass Mettman das letzte Spiel gewinnen würde. Das wird knapp. Und wir erwarteten sicher keine Unterstützung der „Mettman Fans“ auf der Tribüne. 

Letztes Spiel gegen HSV Frechen. Kurze Ansage vom Trainer. „Ihr wisst hoffentlich noch, wie man eine 3:3 Deckung knackt! Das ist jetzt unser Spiel! Gewinnen wir, haben wir den Pott. Da kann Mettman nach uns spielen, wie sie wollen.“

Absolut nervöser Beginn. 2:0 für Frechen. Tolle Anfeuerung von der Tribüne – leider nicht für uns. Klar, die Leute aus Mettman. Beim 2:1 keimte Hoffnung auf, und dann doch wieder 4:1 Führung für Frechen. Mettman sah sich schon als Turniersieger. Bernd Enzenauer, der eher als ruhiger Vertreter auf der Bank bekannt ist, stand nun permanent auf Höhe Abwehr, feuerte an, ordnete, warnte. Es lag sicher nicht alleine daran, aber die Deckung reagierte, und ging in die Zweikämpfe wie „Ich es noch nie erlebt habe“ (Zitat Bernd Enzenauer). Frechen verzweifelte langsam aber sicher an dieser Deckung, sie kamen nicht mehr durch zum Kreis, Versuche aus der „zweiten Reihe“ wurden von Jonas im Tor geklärt. Das gab unseren Jungs Sicherheit gegen immer unsicherer spielende Gegner. Der 4:1 Rückstand wurde egalisiert und eine 6:4 Führung erspielt. Unsere Führung konnte auf 8:5 ausgebaut werden und bei Abpfiff stand es 9:6 für den TV Erkelenz. Auch wenn das Turnier noch nicht beendet war, unsere Jungs auf der Bank stürmten das Spielfeld. WIR HABEN DEN POTT!!!!   

Trainer Enzenauer, „Es war für mich besonders schön, das Leuchten in den Augen der Spieler zu sehen. Ihr Gang als Sieger zur Tribüne, die Glückwünsche der Gegner, der mitgereisten Eltern. Der Begriff „Schönwetter-Handballer“, der so oft von  mir vorwurfsvoll an die Mannschaft gerichtet wurde, wäre heute absolut unangebracht. Ich habe das Team noch nie, wirklich nie so kämpfen sehen wie heute. Ich bin absolut stolz auf meine Mannschaft.

Teilnehmer am Turnier waren: Jonas Lüpges, David Tieves, Felix Thomas, Till Schröder, Felix und Florian Tunovic, Lukas Nürenberg, Jonas Ziob, Justin Geilenkirchen, Nico Bongartz, Samuel Hübner.

Foto: Thorsten Ziob