wA1: Arbeitssieg!

TSV Norf A1M – TV Erkelenz A1M 16:20 (6:8)

Am Sonntagvormittag in Norf konnten wir ein 16:20 unter der Kategorie „Arbeitssieg“ verbuchen. In einem zerfahrenen Spiel, in dem leider nicht immer das Spielerische im Vordergrund stand, waren wir glücklich, am Ende die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Von Beginn an fanden wir kaum ins Spiel, sodass es nach elf Minuten gerade einmal 2:3 für uns stand, ehe wir auf 2:6 davonziehen konnten. Immer mehr spielten sich aber leider nicht die Spieler, sondern der Schiedsrichter in den Vordergrund, der uns durch seine willkürlichen Entscheidungen – meistens gegen uns – noch mehr aus dem Konzept brachte, als wir es ohnehin schon waren. Die gut eingestellten Norfer schlossen auf zum 5:7 (25.). Kurz darauf hatte der Herr in Gelb seine besten Momente. In der 27. Minute bekam Fina Faenger wegen angeblich nicht eingehaltenen Abstands eine 2-Minuten-Strafe, die von Trainerin Jana Faenger auf der Bank moniert wurde. Nach einer kurzen Diskussion, in der in keinster Weise auch nur irgendein beleidigendes Wort fiel, zeigte der Schiedsrichter auch der Bank 2-Minuten. Regeltechnisch wäre selbstverständlich erstmal eine gelbe Karte korrekt gewesen. Aber es kam noch besser. Nachdem die Mädels den ersten Angriff des Gastgebers ohne Gegentor überstanden hatten und selbst einen Angriff starteten, rannte eine Gegenspielerin in Hannah Tryba herein – Entscheidung: Stürmerfoul. Erneute Unruhe auf unserer Bank, der Schiedsrichter kommt und zeigt Trainer Maik Horn die rote Karte, der von nun an das Spielgeschehen von der Tribüne aus beobachten musste. Nur noch zu dritt auf dem Feld kassierten wir ein Gegentor, konnten dann aber etwas Zeit herunterspielen, wieder mit zwei Leuten auffüllen und mit dem Tor durch Friedi Kutz mit 6:8 in die Pause gehen.

Auch auf dem Weg zur Kabine waren viele noch beschäftigt mit den Entscheidungen des „Star“ des Vormittags. Normalerweise beschäftigen wir uns nicht mit so etwas, wenn aber ständig willkürliche Pfiffe gegen uns fallen und wir uns deutlich benachteiligt fühlen, ist das gar nicht so einfach. Uns wurde allerdings mehr und mehr bewusst, dass wir nun einfach damit leben und uns mehr auf uns konzentrieren müssen, damit wir endlich eine ordentliche Leistung auf die Platte bringen konnten. Als der „Unparteiische“ kurz vor Wiederanpfiff dann auch noch lauthals über uns ablästerte, war unser Kampfgeist vollkommen geweckt...

… und das brachten wir nun auch auf die Platte. Zwar immer noch nicht gut, dafür aber mit viel Team- und Kampfgeist starteten wir die 2. Hälfte mit einem 2:6-Lauf zu unseren Gunsten und konnten unseren Vorsprung bis zum 11:17 halten. Aber so einfach ließen sich die motivierten Norfer Mädels nicht abschütteln. Mit einer 4:0-Serie kamen sie uns erneut nach 52 gespielten Minuten gefährlich nahe. Doch die Butter ließen wir uns nicht mehr vom Brot nehmen. Zwei mal Fina Faenger mit einer wahren Willensleistung und einmal Nele Lambertz sorgten für die Entscheidung. Entstand 16:20.

Das war ein hart erarbeiteter Arbeitssieg, in dem unter sehr schwierigen Bedingungen keine Spielerin zu Normalform finden konnte. Dafür zeigte Gina Mittwoch in der Abwehr eine sehr starke Leistung. Hinzu bin ich stolz auf den Kampfgeist, den diese Mannschaft heute an den Tag gelegt hat – das ist ihnen wirklich hoch anzurechnen.

Nun stehen für uns die letzten drei Spiele auf dem Weg zu unserem Ziel an. Als nächstes geht es Freitag zum Nachholspiel nach Gerresheim.

 

Es spielten: Celina Lowis (Tor), Lena Fell, Eveline Jagla (1), Sarah Ebeler (1), Hannah Tryba (5/4), Gina Mittwoch (1), Fina Faenger (4), Judith Ziob, Friedi Kutz (6) und Nele Lambertz (3)

 

P. S.: Selbstverständlich lassen sich die Trainer (auch wenn wir mit den Strafen gegen die Bank bei weitem nicht einverstanden waren) etwas für die Mannschaft einfallen ;-)

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