Startseite Handball Aktuelles 2. Herren: Die Arme breit

Die Arme breit

HG Kaarst/Büttgen – TV Erkelenz II 36:30 (18:15)

Die Devise vor unserem letzten Saisonspiel einer „erfolgreichen“ Saison lautete, mit Spaß ein schönes Spiel zu zeigen. Unkonzentriert begannen wir das Spiel, was ganz klar dem Aufstiegsjubel der hübschen Damen des TV Biefang geschuldet war. So stand es nach sechs Minuten schon 6 zu 2 und es drohte eine üble Klatsche. In der Mitte fehlte einfach die nötige Präsenz. Nach einer Umstellung der Abwehr auf „Arme breit“ (ja wirklich, nur die Arme breit) konnten wir ins Spiel finden. Über 11 zu 4 konnten wir auf 17 zu 14 verkürzen.

Mit 18 zu 15 ging es in die Pause und der Glaube an eine Sensation war da und berechtigt. H to the Willi (Hans-Willi Hilgers) stellte fest: "Wenn man das Spiel sieht, könnte man meinen, wir lägen mit 20, 30 Toren zurück. Die kommen einfach zu viel zu leichten Toren“. Der Beginn der zweiten Halbzeit gestaltete sich ähnlich wie der der ersten. Leider dienten die hübschen Damen nicht mehr als Ausrede. Nachdem wir den spielstarken Mittelmann auf Manndeckung nahmen, konnten wir das Spiel wieder ausgeglichener gestalten. Von 30 zu 20 konnten wir bis zum Spielende auf 36 zu 30 verkürzen. 15 Minuten mehr Spielzeit und wir hätten ganz bestimmt gewonnen. Träumen darf ja noch erlaubt sein.

Eine kleine Randnotiz: Sekunden vor Schluss nahm H to the Willi eine für das Spiel immanent wichtige Auszeit, in der er sich bei jedem Spieler persönlich verabschiedete und großen Applaus erntete ("Meistertrainer, Meistertrainer, hey, hey!")

Beide Torhüter, Lukas vor dem Esche und Pascal Hilgers retteten uns wie so oft durch Monsterparaden den Popo. Lucas Baumgart spielte auf Linksaußen gewohnt lässig und schloss eiskalt mit Hebern ab. Maximilian Rauschen war wie immer im Clinch mit Pfosten sowie Latte und war trotzdem Topscorer. Fabian Eickels agierte auf der ungewohnten Mitte wieselflink und zeigte sich auch drei Sekunden (!!!) vor Schluss provokant („Spacko“). Lukas „Kers“ Kehren schloss seine Tempogegenstöße gewohnt „erfolgreich“ ab und war dennoch bester Spieler auf der Platte. Tobias vor dem Esche fiel mit seiner bekannt aggressiven, aber starken Defensivarbeit auf. Joachim Bagusche zeigte sich ungewohnt fangsicher und griff aktiv ins Angriffsspiel ein.

Der vor der Saison noch verdammt grüne Robert Flock entwickelte sich von Spiel zu Spiel zu einem absoluten Führungsspieler und bestätigte dies auch streckenweise gegen Kaarst. Michael „Babsi“ Jacobs, in den letzten Spielen als hervorragender Zeitnehmer aktiv, gab von der Bank aus wichtige Impulse. Sven „Kante“ Fellmin, am Knie operiert, meisterte die Aufgabe des Schriftführers bärenstark.

H-to-the-Willi verabschiedete sich mit dem heutigen Spiel nach zwei Jahren Traineramt von uns. Hierfür ein großes Dankeschön. In den letzten zwei Jahren „hatter“  mit uns viel mitgemacht. Hatter. Dabei formte er aus uns die Unabsteigbaren. Wir dagegen formten aus ihm einen leidenschaftlichen Facebook-User.

Es spielten: Lukas vor dem Esche und Pascal Hilgers (beide im Tor), Maximilian Rauschen, Lukas Kehren (je 8), Joachim Bagusche, Fabian Eickels (je 4), Robert Flock (3), Lucas Baumgart (2), Tobias vor dem Esche (1)


 

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